Mitten im Weinort Klepsau verfolgt das Rebgut Schmieg einen eigenständigen Weg: Mit dem Schritt in die Selbstvermarktung im Jahr 2017 und dem konsequenten Fokus auf frische, fruchtige Weine beweist die dritte Generation der Winzerfamilie Mut zur Veränderung. Der Betrieb befindet sich aktuell in der Umstellung zum biologischen Weinbau und setzt auf naturnahe Methoden sowie viel Handarbeit.
Die Geschichte des Rebguts beginnt bereits vor mehreren Jahrzehnten, als die Familie Schmieg erste Erfahrungen im Weinbau sammelte. Heute wird die 1,8 Hektar große Rebfläche von Kellermeister Dominik Weisser betreut, der mit einem hohen Qualitätsanspruch arbeitet. Der Ausbau des ersten eigenen Jahrgangs 2017 markierte den Neubeginn unter eigenem Namen – verbunden mit dem Ziel, Tradition und moderne Ansätze miteinander zu verbinden. Durch Blühflächen für Nützlinge, den Verzicht auf Insektizide und Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität hat sich das Rebgut bewusst dem schonenden Umgang mit Natur und Rebe verschrieben.
Im Mittelpunkt der Philosophie steht der Klepsauer Heiligenberg mit seinem typischen Muschelkalkboden. Dieser prägt nicht nur die mineralische Struktur der Weine, sondern erlaubt auch eine auf das Terroir abgestimmte Pflege der Reben. Die ganzheitliche Betrachtung des Weinbergs als Ökosystem spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Rebsorten Grauburgunder, Goldmuskateller, Rivaner und Schwarzriesling werden in geringen Erträgen selektiv ausgebaut. Mithilfe natürlicher Ertragsreduktion und langer Reifezeit im Keller entstehen Weine, die durch Struktur und Ausdruck überzeugen.
Der Kellerarbeit kommt dabei ebenso viel Bedeutung zu wie der Arbeit im Weinberg – mit dem Ziel, das Potenzial jeder einzelnen Traube präzise in die Flasche zu bringen.